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Vom Schachbrett an den Pokertisch – Mein Weg zum King’s Million

Vom Schachbrett an den Pokertisch – Mein Weg zum King’s Million

 

Manchmal führt das Leben uns an Orte, an die wir gar nicht geplant hatten zu gehen – und eröffnet dabei völlig neue Wege. Genau so begann meine Reise zum Poker.

Im Sommer 2025 war ich in Las Vegas, allerdings nicht wegen Poker, sondern wegen Schach. Ich hatte mir das Spiel in nur acht Monaten selbst beigebracht und wollte mich bei den National Open Chess Championships mit anderen messen. Schach war für mich schon immer eine Herausforderung, die Strategie, Geduld und volle Konzentration verlangt – Eigenschaften, die sich später als wertvoller erwiesen, als ich zu diesem Zeitpunkt ahnen konnte.

Während meines Aufenthalts in Las Vegas kam ich zufällig mit der World Series of Poker in Berührung. Dort traf ich auf einen Profispieler, den ich zunächst nur beobachtete: Ich sah, wie er in einem Side-Event 44.000 Dollar gewann. Vier Wochen später folgte sein ganz großer Moment: Er setzte sich in einem Feld von über 7.000 Teilnehmern durch, gewann ein WSOP Bracelet und 355.000 Dollar Preisgeld. Kurz darauf wurde er mein Coach.


Mein Training – von null auf hundert

Seit diesem Treffen hat Poker einen festen Platz in meinem Leben. Gemeinsam mit meinem Coach Justin Fawcett, der seit über 20 Jahren spielt, tausche ich mich regelmäßig aus, wir analysieren Strategien und Spielsituationen, und ich lerne täglich von seiner Erfahrung.

Parallel dazu habe ich mir ein eigenes Trainingsprogramm aufgebaut. Nach der Arbeit spiele ich bis spät in die Nacht Online-Turniere, lese Fachbücher über Pokerstrategien, schaue mir stundenlang Final-Table-Aufzeichnungen an und simuliere mit echten Chips Spielsituationen, um auch das Gefühl am Tisch zu trainieren. In nur drei Monaten habe ich bereits über 30 Turniere online gespielt und dabei mehr als 30.000 Hände absolviert – tägliches, mehrstündiges Training, fast ohne Pause.

Ein Highlight meiner jungen Pokerlaufbahn war mein viertes Online-MTT: Beim „Raabs Pokernacht“-Qualifier landete ich unter den Top fünf Prozent – Platz 36 von 735 Spielern. Nur die besten neun bekamen ein Ticket für das Live-TV-Finale, ich verpasste es knapp, aber für so frühe Schritte war das ein großer Motivationsschub.

Kurz darauf gelang mir bei einer weiteren Raabs Pokernacht ein weiteres starkes Ergebnis: Platz 14 von rund 275 Teilnehmern. Auch in anderen, kleineren Online-Turnieren konnte ich mich regelmäßig behaupten und schaffte es oftmals in die Top 5% bis 10% des Feldes. Diese Ergebnisse haben mir gezeigt, dass mein Training Wirkung zeigt und ich auf dem richtigen Weg bin.


Fähigkeiten aus anderen Welten

Ich habe schnell gemerkt, dass Poker viele meiner bisherigen Erfahrungen zusammenführt.

  • Schauspielerei hilft mir, Emotionen bewusst zu steuern.

  • Modeln hat mir Mimik-Kontrolle beigebracht.

  • Schach hat mich gelehrt, strategisch zu denken und geduldig zu bleiben.

  • Und durch einen mehrwöchigen Online-Kurs im Trading am New York Institute of Finance habe ich gelernt, Risiken systematisch zu managen – eine Fähigkeit, die mir auch am Pokertisch enorm hilft.

Für mich ist Poker deshalb mehr als ein Spiel. Es ist ein geistiger Wettkampf, ein Balanceakt zwischen Intuition, Strategie und Disziplin.


Nächstes Ziel: Mein erstes Live-Turnier

Jetzt ist es soweit: Im September 2025 spiele ich mein erstes Live-Turnier – und es ist gleich ein echtes Schwergewicht. Ich starte beim King’s Million im King’s Resort Rozvadov, einem der größten Poker-Events Europas.

  • Garantierter Preispool: 1 Million €

  • Teilnehmer: mehrere tausend internationale Spieler

Für mich ist es ein riesiger Schritt: nicht nur das erste große Pokerturnier, sondern auch meine erste Erfahrung in einem Live-Setting, wo Körpersprache, Timing und Präsenz am Tisch eine noch größere Rolle spielen als online.


Mein Blick nach vorn

Natürlich gehe ich mit Respekt ins Turnier – ich weiß, wie stark das Feld sein wird, und dass sich viele Profis und erfahrene Spieler dort messen. Aber genau das reizt mich: Ich möchte sehen, wo ich stehe, Erfahrungen sammeln und mein Bestes geben.

Mein Ziel ist klar: ins Preisgeld kommen und den höchstmöglichen Platz erreichen. Gleichzeitig weiß ich, dass es mein erstes Live-Event ist und ich dort sicher viel lernen werde.

Für mich ist das King’s Million 2025 der offizielle Start meiner Poker-Karriere. Ich freue mich riesig darauf, die Karten endlich auch live in der Hand zu halten, die Atmosphäre zu spüren – und ganz egal, wie es ausgeht, diese Erfahrung wird für mich ein wertvoller Schritt nach vorn sein.

 

 

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